BUDDY – Pfotentherapeut
Die hundegestützte Psychotherapie setzt speziell ausgebildete Therapiebegleithunde als Co-Therapeuten in der Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ein.
Therapiebegleithunde durchlaufen in Österreich Eignungstests und Qualitätsüberprüfungen (z. B. über Einrichtungen wie das Messerli Forschungsinstitut / Vetmeduni Wien). Sie müssen wesensfest, geduldig und stressresistent sein.
Die Einbindung des Hundes geschieht flexibel; Einheiten ganz ohne Fellnase sind jederzeit möglich.


Wirkung und Ziele
- Stress- und Angstabbau: Die Anwesenheit eines Hundes senkt nachweislich den Blutdruck, reduziert die Pulsfrequenz und fördert die Ausschüttung von Hormonen wie Oxytocin und Endorphinen.
- Vertrauensaufbau: Hunde begegnen Menschen wertfrei, was den Einstieg in die Therapie und das Öffnen bei Ängsten oder Traumata erleichtert.
- Aktivierung bei Depressionen: Sie durchbrechen den sozialen Rückzug, schenken das Gefühl, gebraucht zu werden, und motivieren dazu, Termine wahrzunehmen.
- Körper- und Selbstwahrnehmung: Gezielte Interaktionen (wie das Führen an der Leine oder Futtergaben) stärken die Eigenwahrnehmung und das Selbstwertgefühl.
Manchmal fällt es leichter, einem Hund die Hand entgegenzustrecken, als einem anderen Menschen die eigene Gefühlswelt zu erklären.
Ein Hund fragt nicht nach Diagnosen, erwartet keine passenden Antworten und reagiert unmittelbar auf das Verhalten seines Gegenübers. Genau darin liegt eine besondere Möglichkeit für die Psychotherapie: Begegnungen mit Hunden können Erfahrungen ermöglichen, die sich allein im Gespräch nur schwer vermitteln lassen.
In der Therapie kann ein Hund als Brückenbauer beim therapeutischen Beziehungssaufbau dienen. Hunde nehmen die psychische Befindlichkeit von Menschen sensibel wahr. Allein die wohltuende und förderliche Wirkung der reinen Anwesenheit von Hunden ist wissenschaftlich bewiesen.
Die tiergestützte Therapie mit Hunden nutzt den Kontakt zwischen Mensch und Tier, um psychotherapeutische Prozesse zu unterstützen. Dabei geht es nicht allein um Nähe und Zuwendung. Auch Vertrauen, Selbstwahrnehmung, der Umgang mit Grenzen und das Erleben eigener Fähigkeiten können im Mittelpunkt stehen. Wie hilfreich diese Erfahrungen sind, hängt allerdings von der individuellen Situation und der fachlichen Einbindung in die Behandlung ab.
Wissenschaftliche Evidenz
Ein verbessertes nonverbales Kommunikationsverständnis ist bereits neuropsychologisch nachgewiesen worden. So wurde in Studien mit regelmäßigem Tierkontakt gezeigt, dass die Empathie sowie das Mitgefühl zunahmen. Der therapeutische Kontakt mit den Tieren wirkt stabilisierend, beruhigend und Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, soziales Verhalten und Selbständigkeit werden intuitiv gefördert.

